Artikel von Steffen Tom

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Die Zukunft von Coaching angesichts von KI

22. April 2026

KI ist ein riesen Thema und eigentlich ein Hype. Hype heisst für mich: Es wird eine Menge versprochen. Was aber nur in Teilen eingehalten werden kann. Eigentlich wird aktuell mindestens genauso viel Angst gemacht. Welche Berufe werden alle in naher Zukunft verschwinden. Immer neue Prognosen versuchen einander zu übertreffen. Die Mischung aus Hoffnungen wecken (und oft enttäuscht werden) und Angst machen erzeugt einen Hype.

Der ist beim Thema Coaching längst angekommen. Die Frage, ob KI einen Coach ersetzen kann ist inzwischen nicht nur gestellt, sondern wird auf jeden Fall in vielen Fällen mit Ja beantwortet.

Da sind nicht nur Zweifel angebracht, sondern eigentlich ist das ein typische Hypesituation. Es wird viel prophezeit und alle möglichen Szenarien entwickelt. Am Ende wird es wohl anders kommen. Auch im Coaching. Denn Coaching bedeutet ja nicht, ein Mensch hat ein Problem und ein anderer Mensch weiß die Lösung, weil er einfach irgendwelche vorgestanzten Lösungen wiederholt. Coaching ist Coaching, weil der ganze Mensch mit seiner Geschichte, seiner Vernetzung und seinen Emotionen, seinen Zielen und Träumen, Visionen und Blockaden im Focus der Beratung ist. Da helfen keine vorgefertigten Ratschläge, sondern die Unterstützung Ressourcen zu aktivieren, um Blockaden zu lösen und Probleme zu lösen.

Das bedeutet, dass KI oberflächlich gesehen, viel leisten kann, aber einem ganzen Menschen nie gerecht werden kann. Emotionen zu erkennen ist das eine, damit zu arbeiten mit Respekt und einer Lösungsorientierung ist das andere, was zählt. Weil hier die Veränderungen stattfinden. 

Der andere Kritikpunkt: Für ein solches individuelles Coaching braucht es immer Konzepte. Konzepte, die man als Coach klar benennen können muss. Konzepte, die viele unterschiedliche Aspekte vereinen, um daraus Maßnahmen abzuleiten für Kunden. Dass eine KI in solchen Konzepten  "denken"  kann, ist kein Problem. Aber dass Konzepte durch intensiven Dialog richtig angewendet werden, ist zweifelhaft. Denn Voraussetzung für Coaching ist die Kommunikation auf Augenhöhe mit dem Gegenüber, dessen Bereitschaft sich etwas sagen zu lassen, Feedback geben zu lassen und nicht nur Ratschläge geben zu lassen.

Zusammenfassend kann man den aktuellen und zukünftigen Stand so formulieren, wie ein Kunde es zu mir sagte: "Du bist wirklich viel besser als meine KI." Und das wird erstmal so bleiben.

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